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Anwendung Getriebe | Er dreht sich weiter

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Bild: Donauturm

Der Donauturm in Wien gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Nach einer umfassenden technischen Überholung ist er wieder voll einsatzbereit. Flender-Getriebe drehen bereits seit 1964 in der besagten Anlage.

Vergangenen August wurde der Drehmechanismus im Turm-Café aufgrund eines schweren Gewitters unterbrochen und eines der beiden Hauptgetriebe des Drehkranzes wurde nach einem technischen Fehler aus der Verankerung gerissen. Die beiden Flender-Redurex-Getriebe wurden vor Ort inspiziert und im Anschluss zur weiterführenden Überprüfung an den Flender-Standort nach Voerde geliefert. Es erfolgte eine Überholung mit Wälzlager, Dichtungstausch, Nacharbeiten an den Innenteilen und an dem an der Abtriebswelle aufgesetzten Kettenritzel. Danach wurde ein erfolgreicher Testlauf im Prüffeld durchgeführt.

650 kg bringt jedes der beiden Redurex-Getriebe auf die Waage, welche vor knapp sechs Jahrzehnten in Betrieb genommen wurden. „Seit 1964 drehen sich das Turm-Restaurant sowie das Turm-Café im Donauturm dank der Getriebe von Flender ohne Störungen. Wir freuen uns nach der nun notwendigen Überholung auf weitere Jahrzehnte mit der deutschen Antriebstechnik“, freut sich Hermann Krammer, Geschäftsführer und Mario Meyer, Leitung Technik der Donauturm Aussichtsturm- und Restaurantbetriebsgesellschaft. Nach dem Rücktransport wurde die Drehplattform Ende November nach 30-stündiger Installation wieder in Betrieb genommen. Die Kaffeehausebene und die Restaurantebene im Donauturm Wien werden jeweils von zwei Antriebskombinationen gedreht. Jeder Antriebsstrang verfügt über ein Schneckengetriebe CUHW 125 mit in=50 als Vorstufe, das über eine Welle in die Hauptgetriebe Redurex KEVW 250 mit in=16 eintreibt. Diese Antriebsart fällt in die Rubrik Turmdrehkranzgetriebe. Die beiden Ebenen können in drei Geschwindigkeitsstufen gefahren werden.

Die Drehplattform des Donauturms bringt hierbei einige besondere Herausforderungen mit sich: Zum einen eine geringe Deckenhöhe in den Anlagenräumen. Zum anderen muss gewährleistet sein, dass starker Wind die Plattform nicht unerwünscht dreht. Der Einsatz von Schneckengetrieben beugt Drehungen durch äußere Einflüsse durch deren sogenannte Selbsthemmung vor.

Mittlerweile würden kompakte und effizientere Getriebelösungen für solch einen Drehmechanismus zum Einsatz kommen. Denkbar wäre eine Getriebekombination aus Getriebemotor und Flender-B2-Standard-Industriegetriebe.

Das Video zum Wartungsprozess können Sie hier ansehen

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