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Moderne Holzverarbeitung ist gefragt

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Die Steuerungssysteme wurden von Lenze eingebaut.

Begünstigt durch den Klimawandel nimmt die Schädlingsanzahl, darunter auch der heimische Borkenkäfer, weiter zu. Dieser verursacht schwere Schäden am Holz, die sich wiederum auf den Holzpreis auswirken. Neue Lösungen zur Holzverarbeitung sind daher gefragt.

Die Zunahme an schadhaftem Holz setzt holzverarbeitende Unternehmen zunehmend unter Druck wirtschaftlich zu arbeiten. Der Maschinenbauer MFL (Maschinenfabrik Liezen und Gießerei GesmbH) machte sich daher zur Aufgabe, eine geeignete Lösung für diese Herausforderung zu finden. Im vorliegenden Fall galt es, eine Sägemaschine für das Unternehmen Mayr-Melnhof Holz zu entwickeln, die in Präzision und Durchlaufzeit ihresgleichen sucht. Gleichzeitig sollte der Holzverschnitt des Unternehmens auf ein Minimum reduziert werden. In Zusammenarbeit mit dem Antriebs- und Automatisierungsspezialisten Lenze konnte dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden.

Effektives Arbeiten

Im konkreten Fall suchte das Unternehmen Mayr-Melnhof Holz eine Lösung, um durch präziseres Sägen die Ausschussrate von hochwertigem Holz so gering wie möglich zu halten. Dies – und der Wunsch nach einer höheren Produktivität – führten zum Projekt Kappsäge, das MFL und Lenze gemeinsam umsetzten. Der Mayr-Melnhof Holz-Standort in Gaishorn/See in der Obersteiermark zählt zu den Top 5 in Europa bei der Fertigung von Brettschichtholz und Brettsperrholz. Das von der konzipierten Säge verarbeitete Brettsperrholz, findet vor allem im Hausbau oder bei technischen Funktionsbauten beziehungsweise Windtürmen bis 100 m Höhe Anwendung.

Die neuartige Kappsäge erreicht kürzere Durchlaufzeiten durch eine geringere Schnittdauer, und eine höhere Holztransportgeschwindigkeit. Kameras und Sensoren sorgen für einen geringeren Ausschuss und eine höhere Produktqualität.

Neue Wege gehen

„Die Verminderung des Holzverschnitts war aufgrund der geforderten Erhöhung der Durchlaufzeit keine leichte Aufgabe.“ Günther Raffer, Vertriebstechniker Lenze.
„Die Verminderung des Holzverschnitts war aufgrund der geforderten Erhöhung der Durchlaufzeit keine leichte Aufgabe.“ – Günther Raffer, Vertriebstechniker Lenze.

Zu den größten Herausforderungen des Projekts kristallisierten sich die horizontal sauber ausgerichtete Beförderung der Holzbretter durch die Maschine, sowie die Reduktion des Holzverschnitts heraus. „Die Sicherstellung einer geraden Laufbahn trotz Verzögern, Kappen und Beschleunigen der Bretter, bei der gewünscht hohen Transportgeschwindigkeit stellte ein durchaus schwieriges Unterfangen dar. Auch die Verminderung des Holzverschnitts war aufgrund der geforderten Erhöhung der Durchlaufzeit kein Leichtes“ – so Günther Raffer, Vertriebstechniker bei Lenze.

Beides konnte durch das Steuerungssystem von Lenze realisiert werden. Zum Einsatz kamen der Controller 3200 C und der Safety-Controller c250-S. Doch nicht nur die Lenze-Steuerungstechnik wurde in der Maschine verbaut. Zur Realisierung der hohen Antriebsanforderungen wurden Lenze-Servo-Antriebsregler der Familie 9400 in Verbindung mit hochdynamischen MCS-Servomotoren eingesetzt.

„Bei Lenze bekommt man ein Gesamtpaket, das nahtlos ineinander greift.“ Reinhard Rieger, Head of Technologies bei MFL
„Bei Lenze bekommt man ein Gesamtpaket, das nahtlos ineinander greift.“ – Reinhard Rieger, Head of Technologies bei MFL

„Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung derartiger Projekte ist die zielgerichtete Abstimmung zwischen der Maschinenbautechnik und der Antriebs- und Steuerungstechnik. Ein essentieller Vorteil war dabei die Tatsache, dass alle notwendigen Steuerungs- und Antriebskomponenten aus einem Haus kommen. Bei Lenze bekommt man ein Gesamtpaket, das nahtlos ineinander greift und neben den Vorteilen bei der Auslegung, auch wesentliche Vorteile für den Kunden entstehen“- so Reinhard Rieger, Head of Technologies bei MFL

Die Lösung: Eine Revolution in der Holzverarbeitung.

Durch Know-how, Kreativität und Innovationsgeist, gelang es schlussendlich eine Lösung zu entwickeln, die die Anforderungen des Kunden sogar übertraf. So wurde eine Maschine realisiert, welche eine Holztransportgeschwindigkeit von 6 m/s und eine Schnittdauer von 300 ms aufweist. Mit der neuen Maschine kann die zu verarbeitende Menge an Brettsperrholz erhöht und der Holzausschuss reduziert werden. Die entwickelte Maschine stellt für holzverarbeitende Betriebe eine Möglichkeit dar, ihre Verarbeitungsprozesse zu optimieren. Die Lösung kann an jede individuelle Kundenanforderung angepasst werden.

 

 

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