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THB | Flott ans Ziel

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„Die THB-Mitarbeiter sind ausgewiesene Experten in Sachen Papiererzeugung.“ - Roland Lettner, Technischer Projektleiter bei THB

Mit der umfassenden Projektierung von Papiermaschinen hat sich ein Expertenteam aus Niederösterreich weltweit einen Namen gemacht. THB vertraut dabei auf die Eplan-Plattform.

Acht Jahre sind seit Gründung der THB Energie GmbH vergangen, acht Jahre, in denen das Unternehmen bereits vielerorts seine individuelle Handschrift hinterlassen konnte. Das kleine Team rund um Geschäftsführer Harald Theuretzbacher konnte sich insbesondere in der Papierindustrie einen Namen machen – und zwar weltweit. Die Kunden sind einerseits unter den Global Playern der Branche zu finden, daneben gibt es aber eine Reihe mittlerer und kleinerer Papiererzeuger, die ebenfalls auf das Know-how der Niederösterreicher vertrauen.

Kernkompetenz von THB ist die Projektierung von Papiermaschinen – sowohl, wenn es um die Neuerrichtung geht, aber auch, wenn bestehende Anlagen modifiziert und auf mehr Kapazität und Produktivität getrimmt werden sollen. Ein weiterer Technologiesektor, den THB abdeckt, ist die industrielle thermische Kraftwerkstechnik. „Ein Beispiel dafür sind Laugenkessel in der Papierindustrie, in welchen Reststoffe aus der Zellstofferzeugung thermisch verwertet werden“, erklärt Theuretzbacher.

Startpunkt Datensammlung.

Die Projektierung der Elektro- und Automatisierungstechnik für Papiermaschinen steht also im Zentrum. Im Fall einer Modernisierung steht ganz am Beginn naturgemäß eine Zieldefinition: Wie soll die Produktivität steigen? Welche Kapazität soll erreicht werden? Dann startet die Umsetzung der Vorgaben: Wie können die Anforderungen an den Prozess umgesetzt werden? Harald Theuretzbacher: „Wir durchleuchten zu diesem Zweck die gesamte Anlage und erheben, was dazu nötig ist. Das beginnt bei der Berechnung von neuen Antriebsleistungen und geht über die erforderlichen Umbaumaßnahmen bis zur Organisation von Lieferanten. Danach planen und koordinieren wir den elektrischen Teil.“ Dieser wird so weit spezifiziert, dass THB seinen Kunden die Ausschreibung der Montage ermöglicht.

Bei der Projektierung der Elektro- und Automatisierungstechnik für Papiermaschinen steht die Zielfrage im Fokus: Wie soll die Produktivität gesteigert werden?


Know-how als Plus.

Dass ein kleines, „nur“ vier Mitarbeiter umfassendes Unternehmen sich so tief in der Papierindustrie verankern konnte, zeigt ohne Zweifel: Die können was. Punkt 1 ist das Know-how. Die THB-Mitarbeiter sind nämlich ausgewiesene Experten in Sachen Papiererzeugung. Und Punkt 2 ist die Flexibilität. „Umbauten an Papiermaschinen sind etwas sehr Spezielles, erläutert Harald Theuretzbacher, jede hat ihre Eigenheiten und es wiederholen sich von Anlage zu Anlage nur eher wenige Eigenschaften. Man muss also immer wieder von neuem beginnen.“ Ein flexibles Agieren und Reagieren auf die Charakteristik der Maschine ist also unerlässlich. Und dafür braucht THB kein großes Team, sondern Menschen mit Wissen und Erfahrung. Womit sich der Kreis zu Punkt 1 schließt.

Umfassende Projektdatenbank.

„Am Start eines Modernisierungsprojektes gehen wir zur Anlage und sehen uns diese detailgenau an.“

So beschreibt Harald Theuretzbacher den Ausgangspunkt jedes Projekts. Dazu erhält THB natürlich die vorhandenen Unterlagen der Maschine. Wichtig ist an dieser Stelle ein Abgleich der Unterlagen mit dem Ist-Stand der Anlage, da Dokumentationen aus früherer Zeit auf Grund ihrer schwerfälligen Aktualisierbarkeit – Stichwort Rotstift auf Papier – oft nicht oder nicht durchgängig weitergeführt werden. „Auf Basis der Erhebung und der Unterlagen erstellen wir eine Projektdatenbank, welche uns auf dem gesamten Weg des Projekts begleitet.“ Die Komplexität ist hoch: So kommen in einer Papiermaschine durchaus ein paar Tausend Feldgeräte und mehrere Hundert Motoren vor. Und hier kommt Eplan ins Spiel.

Das Konzept für die Elektro- und Automatisierungstechnik erarbeitet THB mittels Eplan Preplanning, dem Tool innerhalb der Eplan-Plattform, mit dem sich Engineering-Daten bereits in der Vorplanungsphase erstellen lassen.

Das Konzept für die Elektro- und Automatisierungstechnik erarbeitet THB nämlich mittels Eplan Preplanning, dem Tool innerhalb der Eplan-Plattform, mit dem sich Engineering-Daten bereits in der Vorplanungsphase erstellen lassen. Die Niederösterreicher gehen dabei durchaus ins Detail: So werden in Eplan Preplanning z. B. Kabeldimensionen und -längen erfasst, das Energiesystem definiert, das Prozessleitsystem beschrieben und etliches mehr. „Aus diesen mit Eplan Preplanning erstellten Daten kann danach bereits die Ausschreibung gestartet werden“, erklärt Roland Lettner, Technischer Projektleiter bei THB, „das ist der Grund, warum wir viel Energie in eine möglichst detailgenaue Vorplanung investieren. Denn dann geht’s praktisch per Knopfdruck, und die Ausschreibungsunterlagen sind fertig.“ Zudem schätzt THB, dass sich aus den an sich schon sehr genauen Vorplanungsdaten eine schnelle stabile und vor allem auch preisgenaue Detailplanung realisieren lässt.

„Das bringt einen echten Mehrwert, den unsere Kunden schätzen.“
– Harald Theuretzbacher

Erwin Kreuzer, Account Manager Österreich Ost bei Eplan, betont, dass die „Datenbefüllung“ von Eplan Preplanning besonders flexibel und einfach gestaltet ist. Unterschiedlichste Datenformen, Listen, manuelle Ergänzungen etc. können übernommen und auf ein einheitliches, strukturiertes Format gebracht werden. Nach dieser umfangreichen Datensammlung und -standardisierung ist die Vorplanung ein Leichtes.

Digitaler Zwilling.

Neben Eplan Preplanning verwendet THB auch Eplan Pro Panel als 3D-Detailplanungstool, mit dem die Schaltschränke konstruiert werden, sowie Eplan Electric P8 (im konkreten Fall als integrierter Teil von Eplan Pro Panel) für die Stromlaufplanung. „Es wird also ein umfassender digitaler Zwilling erstellt“, so Erwin Kreuzer. Allen Lösungen der Eplan-Plattform gemein ist, und in diesem Punkt sind sich Theuretzbacher und Roland Lettner einig, die im Vergleich zu anderen Systemen hochgradig intuitive Bedienung. Dazu kommen die hervorragende Qualität der Planung sowie deren Flexibilität. Erwin Kreuzer: „Wir legen größten Wert auf die technische Funktionalität, die Systemstabilität und die Usability. Und wir bekommen zu diesen Punkten sehr viele positive Reaktionen und auch Bestätigungen.“ Betreiber von Industriebetrieben kommen zudem heute immer mehr zum Schluss, dass die Dokumentation ein wichtiges Thema ist, das keinesfalls vernachlässigt werden darf. „Die Eplan-Plattform bietet uns alle Möglichkeiten, eine zeitgemäße und zukunftssichere Dokumentation für unsere Kunden zu erstellen – schnell, durchgängig und standardisiert“, freut sich Harald Theuretzbacher. Das gilt auch für globale Kunden mit zum Teil unterschiedlichen Anforderungen.

Mit Speed projektieren.

Und noch ein wichtiger Punkt spricht für Eplan. „Der Faktor Zeit hat sich massiv reduziert“, betont der Geschäftsführer. Dies gelte besonders, weil es in der Prozesstechnik oft bis fast zum Schluss der Projektphase Änderungen gibt. THB wartet daher mit der Detailplanung eher etwas zu, um möglichst viele dieser Änderungen bereits in die erste Engineeringphase aufnehmen zu können. Das lässt sich aber nur deshalb realisieren, weil die Projektierung mit der Eplan-Plattform so schnell geht. Die Investition in die Lösungen von Eplan hat sich also voll ausgezahlt. Theuretzbacher: „Klar steht am Beginn eine Investition. Das Produkt ist allerdings so gut und die Vorteile wiegen so schwer, dass sich diese Investition ganz schnell bezahlt macht“. Dazu kommt die optimale Unterstützung durch das von THB gewählte Eplan-Consulting und den Support – „Learning by doing“ wurde so perfekt begleitet. Erwin Kreuzer schlägt in dieselbe Kerbe: „Ein gutes Werkzeug optimiert den gesamten Engineering-Prozess von der Vorplanung über die Detailplanung und die Erstellung des digitalen Schaltschrankzwillings bis hin zur Dokumentation für den Kunden. Deshalb ist die Eplan-Plattform für große wie kleine Unternehmen gleichermaßen interessant: Sie baut eine durchgängige Datenbasis auf und spart so Zeit und Geld.“

Autor: Ing. Martin Gold, Journalist

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