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Dr. Mats Gökstorp, Sick AG: „Wir sind lieferfähig!“

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Dr. Mats Gökstorp, Mitglied des Vorstands der Sick AG, erläutert im Gespräch mit dem MM, wie man sich den Herausforderungen des Weltmarktes und eines Virus stellt.

Sick ist mit seinen Produkten seit Jahren erfolgreich am Markt unterwegs. Doch dann kamen zunächst ökonomische Veränderungen am Weltmarkt und schließlich für alle unvorhergesehen ein Virus. Dr. Mats Gökstorp, Mitglied des Vorstands der Sick AG, erläutert, wie man sich dieser Herausforderung stellt(e).

MM: Die Corona-Pandemie-Umstände werden Sick und andere Unternehmen voraussichtlich noch über das Jahr 2020 hinaus begleiten. Wie begegnen Sie diesem Umstand?
Dr. Mats Gökstorp: Die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen waren ja bereits vor der Verbreitung von Covid-19 herausfordernd. Dennoch: Im Geschäftsjahr 2019 konnte Sick weiter wachsen und seine prognostizierten Ziele erreichen. In den ersten Monaten des Jahres 2020 konnten wir somit weiterhin ein zufriedenstellendes Niveau bei Umsatz und Auftragseingang erzielen. Dann kam das Corona-Virus und wir haben den Beginn dieser Pandemie sowie die erheblichen Präventivmaßnahmen hierzu in vielen Ländern beobachtet und umgehend Maßnahmen für uns zum Schutz unserer Beschäftigten und des Unternehmens umgesetzt.

MM: Was genau sind das für Maßnahmen?
Dr. Mats Gökstorp: Dazu gehören die Flexibilisierung von Arbeitszeit und Schichtmodellen, Homeoffice sowie die Umsetzung weitreichender Hygiene- und Distanzmaßnahmen. Durch einen engen Austausch mit unseren internationalen Niederlassungen und Frachtpartnern sowie generell mehrfach abgesicherte Beschaffungsketten und Sicherheitsbestände waren und sind wir auch in dieser Krise lieferfähig.

MM: Doch wie schauen die wirtschaftlichen Prognosen für dieses Jahr und vor allem das liegen gebliebene Messegeschäft aus? Gehen Sie im 2. Halbjahr von Veranstaltungen, die stattfinden werden, aus?
Dr. Mats Gökstorp: Die weltweiten Bemühungen, die Ausbreitung dieser Virusinfektion zu verlangsamen, sind eine Herausforderung, der sich die Weltgemeinschaft noch nie zuvor gestellt hat. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar. Es zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass die Auftragslage und die Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 durch die medizinische und wirtschaftliche Krise erheblich beeinträchtigt werden. Insgesamt stellen wir uns auf herausfordernde Monate ein, in denen wir die Situation sehr genau und tagesaktuell bewerten, um auf kurzfristige Entwicklungen schnell reagieren zu können. Dies betrifft auch die Durchführung und Teilnahme an Messen und Veranstaltungen. Hier behalten wir die Infektionslage und Reisebestimmungen der Regierungen im Auge und entscheiden nach aktueller Lage.

MM: Mit welchen Produkten bzw. Angeboten kann derzeit am besten am Markt eine positive Entwicklung bei Sick verzeichnet werden?
Dr. Mats Gökstorp: Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen, etwa in der Logistik, bleibt auch in der aktuellen Situation hoch. Sick kann auch nach der Krise mit seinem innovativen Produkt- und Dienstleistungsportfolio Unternehmen dabei unterstützen, Einschränkungen in ihren Geschäftsprozessen zu überwinden. Grundsätzlich sind und bleiben Sensoren ein Wachstumsmarkt. Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Produktion und der Lieferkette ist ohne die Produkte und Systemlösungen der Sensorbranche nicht möglich. Sick bietet hier ein umfassendes Angebot an Sensorlösungen und wartet mit einer Vielzahl an Innovationen auf, die unseren Kunden einen neuen ungeahnten Mehrwert ermöglichen können.

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Quelle: Sick AG
Corona-Virus Sick

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