Kuka Application Center: Probefahrt beim Roboterkauf

Das Kuka Application Center bietet mit aktuell drei Roboterzellen einen greifbaren Einblick in die verschiedenen Technologi
Das Kuka Application Center bietet mit aktuell drei Roboterzellen einen greifbaren Einblick in die verschiedenen Technologi

Die Idee Lösungen greifbar zu machen, steht hinter dem Kuka Application Center in Steyregg. Hier können Kunden in verschiedenen Roboterzellen ihre Anforderungen auf Machbarkeit im eigenen Betrieb testen und sich im Rahmen einer „Probefahrt“ vom Produkt überzeugen.

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Denn die Entscheidung für die passende Technologie für seine Anwendung kann man nicht allein über eine technische Beschreibung treffen. Die Auswahl des richtigen Roboters, des Zubehörs und der passenden Spezialsoftware stehen im Fokus jeder automatisierten Industrieanwendung. In diesem Fall kann eine Machbarkeitsstudie im Kuka Application Center durchaus richtungsweisend für die Durchführung und den Umfang des Projekts sein. „Ich vergleiche das gerne mit einem Autokauf. Im Internet sind Modelle sowie Ausstattung konfigurierbar – wenn man schlussendlich selbst im Auto sitzt und eine Probefahrt macht, ist schnell klar was überzeugt und wo es weitere Fragen zu klären gibt“, zieht Wolfgang Fuchs, Customer Service Manager bei Kuka Österreich einen interessanten Vergleich zum neuen Kuka Application Center in Steyregg bei Linz. Hier hat Kuka Ende 2018 ein neues Headquarter für Zentral- und Osteuropa (CEE) gebaut und mit einem Applikation Center ausgestattet. „Der Grundgedanke war es, den Kunden eine Möglichkeit zu bieten, unsere Technologien erlebbar zu machen. Es ist nun möglich unterschiedlichste Robotertypen in verschiedenen Anwendungsfällen vorab zu testen. Das ist ein Mehrwert für unsere Kunden“, erklärt Fuchs. Durch den neuen Standort und den dadurch gewonnen Raum ist Kuka aber auch in der Lage seinen Kunden auf einer neuen Ebene zu beraten und zu unterstützen. Zusätzlich bietet das 1500m2-große Firmengebäude die Möglichkeit eigene Techniker-Workshops für Kunden direkt vor Ort abzuhalten und hier verschiedenste Technologien zu präsentieren.

Technik greifbar machen.

Um Kunden ein möglichst breites Spektrum zu zeigen, werden Roboter in den Traglastbereichen von 6 bis 270 kg gezeigt. Für Wolfgang Fuchs ist es auch wichtig möglichst unterschiedliche Applikationen zu zeigen. „Aus diesem Grund arbeiten Applikationstechniker laufend an der Integration der neuesten Robotertechnologien für unsere Zellen. Der Bogen wird aktuell von Anwendungen im Bereich Bildverarbeitung über Handling mit effizienter Greifer-Konfiguration und voll integrierten Robotern in der SPS bis hin zu MIG/MAG Schweißaufgaben mit Nahtsuche und Nahtverfolgung gespannt.“
Passend dazu stellt Kuka auch das Kuka.Touch.Sense, eine Nahtsuche-Applikation speziell für Lichtbogenschweißanwendungen, bereit. Mit dieser Applikation können Gestalt- und Lageabweichungen von Werkstücken erkannt und kompensiert werden, so dass der Bewegungsablauf am Bauteil genau der Masterkontur entspricht. Kuka.TouchSense ermöglicht es dem Roboter, Bauteil- und Nahtfindung mit dem Schweißbrenner oder einem externen Sensor durchzuführen

Alleinstellungsmerkmal.

Wolfgang Fuchs vergleicht das App-Center gerne mit einer Probefahrt beim Autokauf.
Wolfgang Fuchs vergleicht das App-Center gerne mit einer Probefahrt beim Autokauf.

Nicht jeder Kuka Standort bietet die Möglichkeit eines eigenen Application Centers. „Mit dem Neubau in Steyregg war es der nächste logische Schritt, einen Bereich zu gestalten, in dem wir den Kunden hautnah zeigen können, was es bedeutet unsere Technologien einzusetzen. Und das kommt gut an, denn es ist leichter etwas zu verstehen, wenn man es angreifen kann“, erklärt Wolfgang Fuchs. Auch die Kooperation mit Partnerfirmen bietet viele Vorteile für Kunden, denn in den Applikationen sind auch Produkte u. a. von Festo, Schunk, Siemens und Sick verbaut. „Die Kunden bekommen mithilfe unserer Partner eine komplette Lösung vorgestellt, die Ideen für die Umsetzung der eigenen Kundenanwendungen liefern sollen.“ so Fuchs.
Neben dem App-Center bietet Kuka noch eine Reihe von weiteren Serviceleistungen, die die Kunden über den kompletten Roboter-Lebenszyklus hinweg unterstützen. „Wir unterscheiden hierbei drei Phasen, in denen sich unser Kunde gerade befindet und in der wir ihm zur Seite stehen: 1. Projektplanung und Engineering, 2. Produktion und 3. Modernisierung“, erklärt Wolfgang Fuchs. In Phase 1 unterstützt Kuka seine Kunden mit Simulationen, Engineering und Programmierleistungen. In Phase 2 – während der Produktion – bietet das Unternehmen zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Kuka College an. Dazu gibt es ein breites Angebot an Roboterzubehörteilen, Ersatzteilen, Reparaturleistungen sowie Service- und Wartungsleistungen. Und in Phase 3 – der Modernisierung – unterstützt der Roboterhersteller mit Nachrüstungen sowie Umbauten und bietet ein Sortiment an Gebrauchtrobotern.

Kontinuierlicher Wandel.

Damit das Kuka Application Center nicht zum Museum wird, sorgen die Kunden mit ihren Anforderungen genauso wie die Kuka Mitarbeiter, die immer wieder kreative Inputs für den Einsatz der Technologien geben. „Unsere Techniker brennen für unser App-Center und den Machbarkeiten, die Sie für unsere Kunden durchführen“ ergänzt Wolfgang Fuchs, der vom App-Center und den damit geschaffenen Möglichkeiten begeistert ist.

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