Dr. Wilfried Schäfer präsentiert Bewährtes und Neues auf der Metav 2020

Die Metav 2020 findet heuer vom 10. bis 13. März 2020 in Düsseldorf statt. Neben dem kompletten Spektrum der Fertigungstechnik gibt es auch wieder die Themen Moulding, Medical, Additive Manufacturing und Quality zu sehen, erklärte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW im Rahmen einer Metav- Pressekonferenz.
Die Metav 2020 findet heuer vom 10. bis 13. März 2020 in Düsseldorf statt. Neben dem kompletten Spektrum der Fertigungstechnik gibt es auch wieder die Themen Moulding, Medical, Additive Manufacturing und Quality zu sehen, erklärte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW im Rahmen einer Metav- Pressekonferenz.

Vom 10. bis 13. März 2020 stellt die Metav in Düsseldorf wieder sämtliche Themen rund um die Fertigungstechnik in den Mittelpunkt. Im Rahmen des internationalen Metav-Presseforums in Aachen Mitte Dezember 2019 stellte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW das Programm und die Neuerungen der Messe vor.

40 Jahre nach ihrer Premiere steht die Metav nicht nur für neue Produkte, Technologien und Dienstleistungen in der Metallbearbeitung. Sie will auch die Spannung auf der Schwelle zur vierten industriellen Revolution widerspiegeln. Immer mehr werden Themen wie vernetzte Produktion, Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 zu Herausforderungen für mittelständische Unternehmen. Diesen veränderten Aufgabenstellungen will sich die 21. Metav vom 10. bis 13. März 2020 in Düsseldorf widmen. „Im Fokus der Metav 2020 steht die gesamte Prozesskette in der Metallbearbeitung. Seit einigen Jahren haben wir sie um vier Areas ergänzt. So stehen die Themen Additive Manufacturing, Medical, Moulding und Quality besonders heraus und ziehen jeweils ihr eigenes Publikum an. Sowohl von den deutschen als auch den ausländischen Besuchern werden die Areas sehr positiv bewertet“, berichtete Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW im Rahmen der Pressekonferenz. Auch Industrie 4.0 nähme in der Metallbearbeitung Fahrt auf. Einzelne Aspekte daraus sind die vernetzte Fertigung, Cloud-Anwendungen, Cyber Security, Datenanalyse, 5G, Machine Learning, Künstliche Intelligenz, Plattformökonomie sowie nicht zuletzt umati – universal machinetool interface und OPC UA an den Ständen der Aussteller als auch im Rahmenprogramm, so Dr. Schäfer. Eine Live-Anbindung wird den Besuchern demonstrieren, wie einfach, schnell und unkompliziert Daten über die umati-Schnittstelle ausgetauscht werden können. Basis für die Installation in Düsseldorf ist der erste vollständige Entwurf einer OPC UA Companion Specification, der im Jänner 2020 veröffentlicht wurde. „Seit September 2019 sehen wir eine besondere Dynamik. Jede Woche stößt eine neue Firma zum Projekt dazu“, freut sich Wilfried Schäfer. Einen kompletten Überblick über interessante Industrie 4.0-Lösungen und realisierte Projekte gibt der 3. mav Themenpark „Automatisierung und Digitalisierung“, der es Besuchern zudem ermöglicht, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Einen weiteren Schwerpunkt stellt das Thema Sicherheit dar. Dazu lädt der VDW am 10. März zum Metav Safety Day ein, bei dem es um Sicherheitstechnik an Werkzeugmaschinen bei veränderlichen Rahmenbedingungen geht. Hintergrund ist die Neufassung der Maschinenrichtlinie durch die Europäische Kommission, die u.a. die Themen Safety und Security zusammenfassen will. Und erstmals organisiert der VDW gemeinsam mit dem VDMA am 11. März einen Kongress zur Cyber Security. Wilfried Schäfer ist überzeugt: „Der Erfolg neuer Geschäftsmodelle mit Datendiensten und -services hängt essenziell davon ab, dass die Sicherheit gewährleistet ist.“

Neues Hallenkonzept.

Die Metav wird in die neue Halle 1 der Düsseldorfer Messe umziehen, die Hallen 4 und 5 werden in die neue Metav-Konstellation eingebunden. Damit soll eine optimale Besucherführung durch den Eingang Nord und den neugestaltenden Eingang Süd ermöglicht werden. Auch die bisherige strikte Trennung nach Produktbereichen soll gelockert werden. Auf Wunsch der Aussteller wurde die Laufzeit von fünf auf vier Tage verkürzt. Das entspräche dem allgemeinen Trend der Messelaufzeiten in vergleichbaren Branchen, sagt Dr. Wilfried Schäfer.

Themenpark „Automatisierung und Digitalisierung“.

Rund ein Viertel der Metav-Besucher interessiert sich laut einer Befragung für das Thema Automatisierung. Dem wird der 3. Mav Themenpark „Automatisierung und Digitalisierung in der Produktion Rechnung tragen. Beides seien zentrale Themen, die für die Metallbearbeitung und für die künftige Entwicklung vieler Firmen existenziell wichtig sind. Der Themenpark auf der Metav soll einen nahezu kompletten Überblick über interessante Industrie 4.0-Lösungen und realisierte Projekte geben. Das integrierte Fachforum wird den Besuchern darüber hinaus die Möglichkeit geben, sich nicht nur über Lösungen, Visionen und Ziele zu informieren, sondern auch mit Experten ins Gespräch zu gehen.

Förderprogramm für Startups.

Auf einem Gemeinschaftsstand, gefördert durch das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, finden Startups aus dem Technologie-Sektor ihre Präsentations-Plattform. Den Unternehmen wird durch den Messeauftritt gezielt die Möglichkeit gegeben, internationale Märkte zu erschließen und ihr Exportmarketing voranzutreiben. „Auf der Messe finden sie auf der einen Seite Investoren, können aber auch neue Kunden ansprechen“, ist Dr. Schäfer sicher. Die Startups auf der Messe präsentieren Dienstleistungen im Umfeld additiver Verfahren sowie Software für Produktentwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und Kommunikation.

Wirtschaftliches Umfeld bleibt schwierig.

Bis Mitte Dezember hatten mehr als 360 Aussteller aus 22 Ländern ihre Teilnahme an der Metav fixiert. Neun davon kommen aus Österreich. Trotz der guten Buchungslage macht Dr. Schäfer auf eine deutliche Beruhigung der weltweiten Investitionsgüternachfrage seit dem vierten Quartal 2018 aufmerksam. Als Verstärker für die starke Eintrübung macht Dr. Schäfer die wirtschaftspolitischen Verwerfungen aus, insbesondere durch den Handelskrieg zwischen den USA und China. „Der zunehmende Protektionismus auf allen Ebenen beeinträchtigt den Welthandel und darüber hinaus internationale Zulieferketten.“ Schließlich bereite der Strukturwandel in der Automobilindustrie hin zu neuen Antriebstechnologien weitere Probleme. Das gesamte Szenario verunsichere die Industrie weltweit. Unternehmen seien sehr vorsichtig geworden und stellten ihre Investitionen vermehrt zurück. Entsprechend sei in den ersten neun Monaten 2019 der Auftragseingang der internationalen Werkzeugmaschinenindustrie in allen Regionen ordentlich ins Minus gerutscht. Speziell in Europa sanken die Bestellungen um 19 Prozent, in Deutschland bis Oktober 2019 um 23 Prozent. Das betrifft in- und ausländische Bestellungen gleichermaßen. Für 2020 geht Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, im besten Fall von einer Stabilisierung der Entwicklung in Europa aus. Die wirtschaftliche Gesamtleistung soll mit 1,2 Prozent Zuwachs auf dem gleichen Niveau liegen wie 2019. Die Industrieproduktion soll um 0,8 Prozent steigen, nach 0,5 Prozent im vergangenen Jahr. Für die deutsche Wirtschaft insgesamt wird ebenfalls eine Stabilisierung erwartet.

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