diconium ist Teil der VW Car.Software Organisation

diconium bringt sein zentrales Know-how in die Car.Software Organisation im Volkswagen Konzern ein. Foto: Volkswagen AG
diconium bringt sein zentrales Know-how in die Car.Software Organisation im Volkswagen Konzern ein. Foto: Volkswagen AG

Der Volkswagen-Konzern ist mit vielen Schritten täglich der Digitalisierung näher, als man vielleicht zunächst mitbekommen mag. Seine Fähigkeiten in der Entwicklung digitaler Vetriebslösungen gehören dazu und der Aufbau einer globalen Online-Vertriebsplattform, über die Kunden aller Konzernmarken künftig digitale Dienste und On-Demand-Funktionen für ihr vollvernetztes Fahrzeug einkaufen und verwalten können, ist ebenfalls Bestandteil. Das Unternehmen diconium bringt dabei sein zentrales Know-how hierzu in die Car.Software Organisation im Volkswagen Konzern ein, die markenübergreifend Software im Fahrzeug, die digitalen Ökosysteme und kundennahe Funktionen im Handel entwickelt.

Bereits im November 2018 hatte der Volkswagen Konzern den Erwerb von 49 Prozent der Anteile an diconium bekanntgegeben. Mit dem Erwerb weiterer 51 Prozent der Anteile schafft Volkswagen nun die Voraussetzung für eine stärkere Gestaltungsrolle von diconium in der Car.Software Organisation.
Unter dem Dach der Car.Software Organisation entwickeln die Experten von diconium eine globale Online-Vertriebsplattform. Kunden der Konzernmarken sollen über diese Plattform künftig digitale Dienste und On-Demand-Funktionen für ihr vernetztes Fahrzeug kaufen und verwalten können. Dazu zählen Funktionen wie Multimedia-Streaming im Auto, automatisches Bezahlen fürs Tanken, Laden und Parken, sowie Updates für das Fahrzeug. Hierzu wird die Online-Vertriebsplattform mit der Volkswagen Automotive Cloud verknüpft, deren Aufbau ebenfalls in der Car.Software-Organisation verantwortet wird.

Starke Ideen.

„Wir im Volkswagenkonzern haben den Anspruch, unseren Kunden ein stetig wachsendes Angebot an innovativen digitalen Mehrwertdiensten bereitzustellen, das sie komfortabel und sicher direkt im Auto und mit ihren mobilen Endgeräten nutzen können“, sagt Christian Senger, Volkswagen Markenvorstand für Digital Car & Services und CEO der Car.Software-Organisation. „Die technologische Basis ist eine Online-Vertriebsplattform, die wir in der Car.Software-Organisation einheitlich für alle Marken entwickeln. Das ausgewiesene Expertenwissen, die Erfahrung und digitale Kultur unserer Kollegen von diconium werden uns hier deutlich voranbringen.“

Und Jürgen Stackmann, Volkswagen Markenvorstand für Vertrieb und Marketing, sagt: „Wir bei Volkswagen erweitern unser starkes traditionelles Kerngeschäft mit unserem wachsenden ‘We’-Ökosystem, mit dem wir passgenaue digitale Dienste und Mobilitätsangebote für unsere Kunden bieten. Zukunftsweisende Kompetenzen für den Ausbau unserer digitalen Geschäftsfähigkeit sind hierfür entscheidend. Wir wollen künftig Fahrzeuge, Kunden und unsere Partner im Handel noch stärker miteinander vernetzen und ein durchgehendes ‘Markenerlebnis Volkswagen’ schaffen. Zur Realisierung eines Omnichannel-Angebotes für unsere Kunden benötigen wir die e-Commerce Kompetenz von starken Partnern wie diconium.“

Starke Persönlichkeiten gehören dazu.

Die Teams von Volkswagen und diconium arbeiten bereits seit Juli 2019 am neuen Volkswagen We Campus in Berlin zusammen. Am We Campus wird Volkswagen schrittweise rund 900 Fachkräfte für die Entwicklung neuer Mobilitätsservices und digitaler Dienste zusammenführen. Der We Campus wird als Entwicklungszentrum künftig eine wichtige Rolle für die Car.Software-Organisation übernehmen.

Ein weiterer Schritt folgte mit einer erneuten Personalie: Bei diconium verstärkt die Geschäftsführung ab sofort Anja Hendel. Sie wird das Gründerduo fortan als Managing Director unterstützen. Hendel ist studierte Wirtschaftsinformatikerin und blickt auf jahrelange Erfahrungen beim europäischen Pharmagroßhändler Celesio AG, heute McKesson Europe, und beim IT-Beratungsunternehmen Capgemini zurück. Zuletzt leitete sie die Abteilung “Innovationsmanagement und digitale Transformation Finanzen” der Porsche AG und war als Director des “Porsche Digital Labs” in Berlin tätig.

Anja Hendel verstärkt ab sofort  die diconium-Geschäftsführung. Sie wird das Gründerduo fortan als Managing Director unterstützen.
Anja Hendel verstärkt ab sofort die diconium-Geschäftsführung. Sie wird das Gründerduo fortan als Managing Director unterstützen.

Mit dem Wechsel zu diconium geht Hendel ihrer Leidenschaft nach und bringt als starke Führungskraft ihr Know-how aus Bereichen wie Blockchain, künstlicher Intelligenz und Mobilität ein. Für IoT4 Industry&Business stand Sie hierzu für ein Interview zur Verfügung.

IoT4 Industry&Business: Welche konkreten Ziele verfolgen Sie, Frau Hendel, in Ihrer neuen Position?

Anja Hendel: VW-Chef Herbert Diess hat es beim Global Board Meeting letzte Woche angesprochen: Volkswagen will und muss sich zu einem Technologiekonzern transformieren. diconium ist hier bestens aufgestellt: Wir haben Erfahrung darin, wie man eine skalierbare und performante Techorganisation aufbaut. Darüber hinaus haben wir natürlich profundes Know-how in der Softwareentwicklung.
Mit diesen Stärken werden wir uns gezielt beim Aufbau und der Entwicklung der neuen VW-Software-Einheit Car.Software.Org einbringen. Eine meiner Hauptaufgaben wird es sein, die Zusammenarbeit mit der Volkswagen AG aufzubauen und sie in ihren Digitalisierungsbestrebungen zu beraten. Darüber hinaus bin ich sehr froh, auch für Kunden jenseits des Volkswagengruppe arbeiten zu dürfen. In Zeiten des Wandels ist dieser Austausch und das Lernen voneinander sowie die Zusammenarbeit an den großen Herausforderungen ein wichtiger Baustein. Um das alles zu meistern, ist es für mich mindestens genauso wichtig, meine neuen tollen Kollegen besser kennenzulernen und eine gute Zeit mit ihnen zu haben.

IoT: Der Wandel der Automobilbranche ist derzeit stark zu spüren. Wie lange wird dieser angekündigte Wandel dauern und welche Ziele setzten Sie sich in Ihrer neuen Position 2020 diesbezüglich?

Hendel: Wandel hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Das ist auch gut so, denn nur so machen wir Fortschritte. Aber es stimmt schon: Gerade die Autoindustrie wird sich in den nächsten zehn Jahren mehr verändern als in den letzten hundert Jahren zuvor. diconium ist dafür gut aufgestellt – und wir entwickeln uns weiter.
2020 wollen wir um 25 Prozent wachsen und unsere Internationalisierung mit dem Ausbau der Standorte in den USA und China vorantreiben. Für die Volkswagen Gruppe werden wir uns auf den Bereich Mobility Solutions sowie den Aufbau der Car.Software-Organisation konzentrieren. Rund 50 Prozent unserer Tätigkeiten haben wir für Kunden jenseits des Volkswagenkonzerns eingeplant.

IoT: Ist die Automobilbranche Ihrer Einschätzung nach auf dem richtigen Weg in Bezug auf den digitalen Wandel?

Hendel: Die Herausforderungen der nächsten Jahren liegen ja nicht nur in der Digitalisierung. Volkswagen zeigt beispielsweise ein starkes Commitment bezüglich der Pariser Klimaziele. Darüber freue ich mich sehr. Aus meiner Sicht ist es ein sehr guter Weg, Verantwortung zu übernehmen und mit mutigen Schritten vorauszugehen. Und ja, auch hier spielt die digitale Transformation eine Rolle. Volkswagen hat erkannt, dass diese Herausforderung nicht alleine zu schaffen ist. Wir sind sehr stolz als diconium hier unsere Erfahrung einbringen zu dürfen und Teil des Wandels zu sein.

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