Twenty2X | Für den Mittelstand geschaffen

Auf dem Pressegespräch wurde bereits betont: Die Twenty2X versteht sich als Digital Enabler für den Mittelstand und wendet sich in erster Linie an KMU aus der DACH-Region.
Auf dem Pressegespräch wurde bereits betont: Die Twenty2X versteht sich als Digital Enabler für den Mittelstand und wendet sich in erster Linie an KMU aus der DACH-Region.

Mit der Twenty2X möchte die Deutsche Messe 2020 durchstarten und den Platz der ehemaligen CEBIT ein wenig füllen. Gelingt dies, können sich die Veranstalter glücklich schätzen. Das Angebot an Events, gerade im Digitalisierungsumfeld, ist nämlich inzwischen enorm groß.

Im Interview mit Jutta Jakobi, Global Director Digital Business bei der Deutschen Messe AG und verantwortlich für die Twenty2X, zeigt sich, das Ideen vorhanden sind. Nun gilt es diese umzusetzen.

IoT4 Industry&Business: Die neue Messe Twenty2X findet nach dem Aus der bekannten CEBIT auch wieder in Hannover statt. Welche Erwartungen haben Sie an die neue Veranstaltung und inwiefern ist sie mit dem Format der CEBIT identisch?

Jutta Jakobi: Mit der Twenty2X beginnt eine neue Ära. Auch wenn das Thema Digitalisierung an die „alte“ CEBIT erinnert, so haben wir mit der Twenty2X ein neues Format entwickelt. Wir konzentrieren uns auf die Kernbereiche der geschäftlichen IT-Anwendungen und setzen den Fokus auf Besucher aus kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der DACH-Region. Mit zwei belegten Hallen, drei Messetagen und sechs Themenschwerpunkten ist die Twenty2X kompakt und klar strukturiert. Hier finden Entscheider, was sie brauchen. Nur die Essenz, keinen Schnickschnack.

Was?Twenty2X – neue Messe für IT-Lösungen
Wann?17.-19.03.2020, täglich 9:30-18 Uhr
Wo? Hannover
Preis? 45 Euro Tagesticket

IoT: Ist Hannover der geeignete Standort für eine Digitalmesse Ihrer Ansicht nach?

Jakobi: Hannover ist der perfekte Standort für Messen rund um die Digitalisierung. Wir bieten den besten Service und ein hervorragendes Messegelände mit einer technisch herausragenden Infrastruktur, das ab Mitte nächsten Jahres mit einem weiteren Pluspunkt aufwarten kann: Als eines der ersten Messegelände in Europa wird das Areal mit einem 5G-Campus-Netz ausgestattet und so zu einem Smart Venue. Wir werden das Netz übrigens nicht nur für Veranstaltungen nutzen, sondern es auch als 5G-Testlabor der Industrie zur Verfügung stellen.

IoT: Welche Erwartungen knüpfen Sie an die erste Veranstaltung im kommenden Jahr?

„Wir setzen bei der Twenty2X gezielt auf die Besuchergruppe des kleinen und „gehobenen“ Mittelstands – und hier in erster Linie auf Anwender aus DACH.“
„Wir setzen bei der Twenty2X gezielt auf die Besuchergruppe des kleinen und „gehobenen“ Mittelstands – und hier in erster Linie auf Anwender aus DACH.“ Jutta Jakobi, Global Director Digital Business bei der Deutschen Messe AG und verantwortlich für die Twenty2X

Jakobi: Wir erwarten eine sehr „geschäftige“, business-orientierte Veranstaltung, die Unternehmen aus dem Mittelstand dabei unterstützt, ihre Prozesse und Abläufe mit digitalen Technologien zu verbessern, um sie fit zu machen für das aktuelle Geschäft und die Anforderungen der Zukunft. Geschäftsführer, CIOs und alle weiteren Personen, die im Unternehmen über digitale Projekte entscheiden, treffen auf der Twenty2X auf Aussteller, die ihr Angebot gezielt auf die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen ausrichten sowie auf ein Konferenzprogramm, das speziell für diese Zielgruppe entwickelt wurde.

Darüber hinaus stellen wir neue Formate zur Verfügung, die einen offenen und kreativen Austausch fördern, der IT-Anbieter mit IT-Anwendern und Startups zusammenbringt und neue Impulse entstehen lässt – und das in einer angenehmen Atmosphäre auf Augenhöhe.

IoT: Und weshalb lässt man die neue Veranstaltung auch wieder im März stattfinden? Schließlich wurde bei der CEBIT noch versucht durch eine Verlegung in die Sommer-Monate das Konzept am Leben zu erhalten bzw. ihr einen neuen Schwung zu verpassen.

Jakobi: Wir haben die Planungsphasen aller Beteiligten berücksichtigt und die Twenty2X bewusst in den März gelegt. Der Frühjahrstermin korrespondiert mit dem Vertriebszyklus der Aussteller und ist früh genug für den Planungszyklus der Besucher.

IoT: Wen möchten Sie mit der neuen Veranstaltung gezielt erreichen? Und wie weit ziehen Sie den Kreis für Aussteller und Besucher rein Länder-technisch gesehen?

Jakobi: Wir setzen bei der Twenty2X gezielt auf die Besuchergruppe des kleinen und „gehobenen“ Mittelstands – und hier in erster Linie auf Anwender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Was die Aussteller betrifft, lässt sich der Kreis natürlich erweitern: Jedes Unternehmen, das IT-Angebote für die Zielgruppe Mittelstand aus der DACH-Region anbietet, ist auf der Twenty2X willkommen.

IoT: Durch die Digitalisierung sind auch eine Reihe von neuen Messe-Formaten bzw. -ergänzungen und weiteren digitalen Events im Laufe der Zeit entstanden. Meinen Sie nicht, dass die Sättigung am Markt diesbezüglich bereits erreicht ist?

Jakobi: Was einzelne Fachthemen betrifft, mag das zutreffen. Eine branchenübergreifende Messe, die IT-Lösungen für Geschäftsprozesse fokussiert und sich speziell an die Zielgruppe Mittelstand wendet, gibt es derzeit nicht. Gerade diese Zielgruppe verfügt aber häufig nicht über die Kapazitäten, unzählige Events an verschiedenen Orten zu besuchen. Mit der Twenty2X bieten wir die Chance, sich in kurzer Zeit an einem Ort einen Überblick über die IT-Lösungen zu verschaffen, die aktuell und zukünftig Unternehmensprozesse verbessern und beschleunigen – und darüber hinaus speziell für mittelständische Unternehmen entwickelt wurden.

IoT: Wer sind die Aussteller der Twenty2X?

Jakobi: Die Aussteller sind zum überwiegenden Teil selbst mittelständische Unternehmen, die schon allein deshalb die Anforderungen des Mittelstands kennen und zielgenaue Lösungen anbieten werden.

IoT: Da es in den vergangenen Jahren oft der Fall war, dass man sich als Unternehmen oder auch als Messe immer wieder neu erfinden muss um am „Leben zu bleiben“ – gerade in Zeiten der Digitalisierung – wie viel Zeit geben Sie der Twenty2X oder gehen Sie davon aus, dass sie im geplanten Format sehr lange Bestand haben wird?

Jakobi: Wir haben die Twenty2X als jährliche Veranstaltung geplant, und das auf Jahre hinaus. (se)