Smart Factory | Unendliche Möglichkeiten an Ortungssystemen

Für die Smart Factory gibt es unendliche Möglichkeiten in Sachen Ortung, weiß das oberösterreichische Familienunternehmen Schmachtl. | Bild: ©adobestock
Für die Smart Factory gibt es unendliche Möglichkeiten in Sachen Ortung, weiß das oberösterreichische Familienunternehmen Schmachtl. | Bild: ©adobestock

Die Smart Factory steht im Mittelpunkt der Industrie 4.0. Doch was genau ist damit gemeint? Durch cyberphysische Systeme und intelligente Vernetzung können sich Logistiksysteme und Produktionsanlagen völlig unabhängig vom Menschen selbst organisieren. Erfahren Sie mehr über die unendlichen Möglichkeiten der Fabrik von morgen.

Hierzulande wird zwar viel über das Thema Industrie 4.0 gesprochen, Investitionen lassen jedoch noch auf sich warten. Unternehmen sind unentschlossen, trauen sich noch nicht an das Gebiet heran. Die fortschreitende Entwicklung im Bereich der Industrie ist allgegenwärtig – aber wo fängt man am besten an?

Genau an diesem Punkt kommen viele nicht weiter. Doch wieso sollte die Digitalisierung vor der Industrie haltmachen? Der Wandel findet auf allen Stufen der Supply Chain statt und löst weitreichende Veränderungen in Produktion, Dienstleistung, Konsum und Arbeit aus. Rechtzeitig auf den Zug aufspringen Das Bewusstsein für die neuen Technologien wird mehr und mehr kommen. Unternehmen in Österreich, einem Land in dem die Löhne teuer sind, müssen sich auf andere Weise einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Nur wenn man der gesteigerten Vielschichtigkeit von Produktionsumgebungen entgegentritt, wird man im internationalen Vergleich bestehen. Durch neue Systeme, die Arbeitsschritte vollständig automatisieren und Fehler vermeiden, kann man der Komplexität begegnen.

Das System dahinter

Die Technologie von Ortungssystemen ist für jedes Unternehmen relevant, das über Produktion und Logistik verfügt. Überall dort, wo Waren produziert, gelagert, verpackt und versandt werden, ist es wichtig zu wissen, wo sich die Produkte gerade befinden. Zusätzlich zur Ortung kann nachvollzogen werden, welche Produktionsschritte in Fertigungsanlagen bereits durchlaufen wurden und welche noch ausstehen – und das in Echtzeit. Was dafür notwendig ist? Wir arbeiten zum Beispiel mit unserem Partner KINEXON zusammen, der das Real Time Location System (kurz RTLS) zur Verfügung stellt. Dieses besteht aus drei Komponenten:

Anker: Die Referenzpunkte für die Sensoren, die Signale empfangen und diese in Echtzeit an den Edge-Server zur Verarbeitung weiterleiten

Sensoren: Asset Tracking Sensoren (Asset Tags) oder Vehicle Tracking Sensoren (Vehicle Tags), die an Objekten und Menschen angebracht werden können

RIoT (= Real-time Internet of Things): Die Software und das Gehirn hinter der Operation, die Informationen in Echtzeit verarbeitet, visualisiert und Ereignisse auslöst

Sie wollen mehr über das KINEXON-System und dessen Anwendungsfelder erfahren? Lesen Sie dazu unseren Blogartikel von SCHMACHTL „Industrie 4.0: Ortung von Menschen und Objekten im industriellen Umfeld“.

Probleme sofort erkennen, Lösungen schneller finden

Innerhalb der RIoT-Software können Prozesse und Abläufe definiert werden. Dadurch ist eine lückenlose Überwachung möglich und Fehlerquellen können mithilfe der digitalen Kommunikation direkt lokalisiert und vermieden werden. Durch das sogenannte Process Mining können Prozesse sogar im Nachhinein analysiert und visualisiert werden. Hier hat man also die Möglichkeit, den Prozessfluss zu optimieren und Arbeitsschritte noch effizienter zu gestalten.

Mehr Zeit für wichtige Arbeit

Für die Mitarbeitenden bedeutet das, dass viele kleine Arbeitsschritte, die automatisiert werden, einfach wegfallen. Dazu gehören zum Beispiel Scanprozesse, automatische Benachrichtigungen oder Buchungen, die normalerweise manuell vorgenommen werden müssen. Diese Schritte kosten nicht nur Zeit, sondern sind auch extrem anfällig für Fehler.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt Produktion und Logistik wie von Geisterhand. Die Art wie wir arbeiten, wird sich verändern. Der Mensch wird jedoch nach wie vor ein Teil der Industrie bleiben, denn es braucht immer jemanden, der Prozesse überwacht und steuert. Das, was wir tun, wird sich verändern: Wir werden nicht mehr an der Karosserie stehen und schrauben, sondern einen Schritt zurücktreten und die Rolle der Beobachter einnehmen.

Arbeitsschritte werden transparent: Wir werden wissen, wo und wann ein Problem aufgetreten ist und dieses vollständig zurückverfolgen können. Mithilfe der neuen Technologien wird diese Utopie zur Realität.