[Video] Sick und Stäubli packen gemeinsam an

Sick und Stäubli lösen gemeinsam Picking-Prozesse am laufenden Förderband.
Sick und Stäubli lösen gemeinsam Picking-Prozesse am laufenden Förderband.

In der Lebensmittelindustrie ist die hygienische Primärverpackung von empfindlichen offenen Lebensmitteln sehr wichtig. Um diesen Prozess in einer Roboterzelle zu ermöglichen, arbeitet SICK mit dem Roboterhersteller Stäubli zusammen. Gemeinsam lösen sie Picking-Prozesse am laufenden Förderband. In Use Cases wurden Shrimps oder Plätzchen in Verpackungstrays erfolgreich sortiert.

Sowohl die Lebensmittel- als auch die Pharmaindustrie haben zahlreiche Anforderungen an die Sortierung und Orientierung von kleinen Objekten in einem hygienischen Verpackungsprozess. Durch das gemeinsam mit Stäubli durchgeführte Pilotprojekt zur Sortierung von Shrimps mithilfe des FAST picker TP80 he am laufenden Förderband in Kombination mit dem TriSpectorP1000 eröffnet SICK ein vielfältiges Anwendungsgebiet: Ob Salat, Plätzchen oder Würstchen – der programmierbare TriSpectorP1000 lässt sich in zahlreichen Applikationen einsetzen.

Genau erfasst und einsortiert

Die 3D-Technologie ist besonders gut geeignet für forminstabile und höhenvariable Objekte sowie zur Doppellagenerkennung. In Verbindung mit einem Encoder erkennt der Sensor die Lage jedes einzelnen Objekts sicher und genau. Nachdem die Position eines Stücks dreidimensional erfasst ist, werden die exakten Koordinaten an den FAST picker TP80 he übermittelt. Dessen Vakuumgreifer nimmt die Shrimps dann einzeln vom Band und legt sie nach einem vorgegebenen Packmuster in die Trays ein. Der vierachsige Roboterarm schafft normalerweise über 200 Picks pro Minute. In dieser konkreten Applikation wird der Maximum-Speed nicht benötigt – der Roboter sortiert aber trotzdem über 60 Shrimps in der Minute.

So sieht das in der Praxis aus:

Der TriSpectorP1000 erfasst die Position der Produkte mithilfe der sogenannten Lasertriangulation, wodurch sich auch Höhe und Volumen berechnen lassen. Das bekommt besonders in der Verpackungspraxis für organische Produkte, die in ihrer Größe variieren, eine besondere Bedeutung. Zudem können in diesem Use Case zu kleine Shrimps über die Berechnung des Volumens aussortiert werden. Darüber hinaus nutzt der FAST picker TP80 he diese Messdaten, um eine optisch ansprechende Anordnung im Tray herzustellen und zur Vereinheitlichung der Packungsgewichte beizutragen.

Gute Perspektiven für die Zukunft

Auf die Perspektive kommt es an: Dank 3D-Lokalisierung kann der Roboter bei einer Sortieraufgabe unabhängig von der Kontrastsituation die Raumlage eines Objekts erkennen sowie Kollisionen mit dem Objekt und daraus resultierende Folgeschäden verhindern. SICK bietet dabei mit SICK AppSpace maßgeschneiderte 3D-Vision-Lösungen für die flexible Automatisierung. SICK AppSpace ist ein Eco-System an Softwaretools und integriert eine wachsende Anzahl programmierbarer Geräte, die auf Technologien wie 2D- und 3D-Vision, RFID und LiDAR beruhen. Mithilfe der Funktionen, die die Programmierschnittstelle (API) bietet, werden sogenannte SensorApps entwickelt.

Variabel | egal of Würstchen oder Medikamente

Beim Belt Pick Toolkit von SICK handelt es sich um eine spezialisierte SensorApp zur Lokalisierung von Objekten auf einem Förderband, die auch hier zum Einsatz kommt. Damit verwandelt sich der TriSpectorP1000 dank der SensorApp in einen 3D-Belt-Picking-Sensor. Ganz gleich ob Würstchen oder Medikamente: Ein Produktwechsel benötigt bei ähnlichen mechanischen Dimensionen nur wenige oder keine Anpassungen. Solche Umrüstungen werden dank SICK AppSpace digital im TriSpectorP1000 umgeschaltet, was das gesamte Handling von Verpackungslinien effizienter macht.