SMART Linz | Die Gegenwart und die Zukunft der Automatisierung

Nach der Eröffnungsrede durch Dietmar Eiden (GF B2B, Reed Exhibitions), Armin Pehlivan (Geschäftsführer Beckhoff und im Messebeirat) und u.a. Andreas Wimmer (Bundesvorsitzender der Jungen Industrie) lud die Messe zu einem Rundgang ein, bei dem ausgewählte Aussteller besucht wurden. Hier im Bild: Alexander Eigner, Category Manager und damit Messeverantwortlicher der Messen SMART, Intertool und Schweissen.
Nach der Eröffnungsrede durch Dietmar Eiden (GF B2B, Reed Exhibitions), Armin Pehlivan (Geschäftsführer Beckhoff und im Messebeirat) und u.a. Andreas Wimmer (Bundesvorsitzender der Jungen Industrie) lud die Messe zu einem Rundgang ein, bei dem ausgewählte Aussteller besucht wurden. Hier im Bild: Alexander Eigner, Category Manager und damit Messeverantwortlicher der Messen SMART, Intertool und Schweissen.

„Statt unablässig den Verlust alter Industrien zu bejammern, sollten wir uns vielmehr dem Abenteuer stellen, neue Industrien zu entwickeln.“ Diese Worte des amerikanischen Zukunftsforscher John Naisbitt zitierte in seiner Eröffnungsrede Dietmar Eiden, Geschäftsführer Fachmessen von Reed Exhibitions in Österreich. Die Aussteller der Smart repräsentierten genau das: Die Gegenwart, aber auch die Zukunft der Automatisierung, so Eiden. Zum 11. Mal fand im Design Center in Linz die Messe für Automatisierung statt, eine Eröffnung in dieser Art gab es auf der SMART aber erst zum zweiten Mal. Was aber bei der Messe in Linz immer gleich ist, ist die positive Messeatmosphäre. Aussteller sind zufrieden. Besucher sind zufrieden. Alle zufrieden – jedenfalls fast alle.

Eines sei vorweg genommen, auch in diesem Jahr konnte nicht allen Unternehmen, die sich gerne auf der SMART in Linz präsentiert hätten, Platz geboten werden. Die Rede ist von zirka 40 Unternehmen, die sich auf der Warteliste befinden. Aber um jene, die bei der Messe dabei waren, wurde sich – wenn man den Stimmen der Aussteller zuhört – bemüht. Reed Exhibitions hat in Linz wieder eine Kommunikationsplattform auf die Beine gestellt, bei der vorallem die Aussteller, die einen Platz ebenerdig in der Halle ergattern konnten, am Stimmungsparameter sehr hoch oben anzusiedeln waren. Nicht pauschal, aber das Gros der Aussteller. Dort fand man recht weitläufige Ausstellungsflächen von Größen der Branche wie ABB, B&R, Beckhoff, Festo, Rittal mit Eplan, Phoenix Contact, Siemens, etc. Aber, und das sei an dieser Stelle erwähnt, auch die großen Aussteller zeichnen sich gerade in Linz dadurch aus, dass sie hinsichtlich der Ausstellungsfläche Abstriche zu machen, um eine Vielfalt zu ermöglichen. Eine Vielfalt aus kleineren, mittleren und größeren Ausstellern. Die Messelokation gibt hier Grenzen vor. Einer, der auch Abstriche in seiner Größe machte, war Pilz. Auf der Messe in Linz zelebrierte Pilz den 50. Geburtstag. Aber die gelben PILZ-Fahrradfähnchen waren ohnehin wieder quer über das Messegelände vertreten und werden auch darüber hinaus noch auf den Straßen für Sicherheit sorgen.

„In Österreich werden jedes Jahr Tausende Roboter gebaut. Die sichern damit abertausende Arbeitsplätze.“

Sei die Sicht auf die Branche doch manchmal recht kritisch („Die rationalisieren die Arbeitsplätze weg. […] Die Politik denkt darüber nach den Roboter zu besteuern“) wollte Armin Pehlivan, Geschäftsführer von Beckhoff Österreich und Messebeirat, in seiner Eröffnungsrede eine Lanze für die Robotik brechen. Robotik und der Einsatz in der Mensch-Maschine-Kollaboration war bei etlichen Ausstellern ein Messeschwerpunkt. Denken wir an YuMi den Zweiarm-Roboter von ABB oder auch an den kollaborativen Roboter, der am Stand von Festo ein Besuchermagnet war. Am BionicWorkplace wurde die Arbeit eines Roboters vorgestellt, der mittels Virtual-Reality-Brille Bilder in Echtzeit abrufen kann. Am Stand von Eplan und Rittal konnten die Besucher eine Innovationsreise unternehmen, die den gesamten Prozess von Engineering mit digitalem Zwilling bis zur Wartung und Dokumentation, umfasste.

Ein Streifzug in Bildern durch die Messe:

Dicke Luft im Pavillon

Auf der Empore fanden sich wie bereits beim letzten Mal Aussteller wie REGRO, Thonauer und Telehaase. Auch dort war man mit der Qualität der Besucher überaus zufrieden, die Massen fanden allerdings nicht den Weg dorthin. Apropos: Weg finden. Das war ein Kritikpunkt der Aussteller des Pavillons am ersten Tag der SMART. Es hätten zu wenige Besucher an diesem Tag den Weg zu Ausstellern im Pavillon gefunden. Dabei waren dort gerade auch neue Unternehmen mit vertreten wie zB. Faulhaber, die seit 2016 auch mit einem Team den österreichischen Markt bedienen und Universal Robots. Den Cobot (kollaborierenden Roboter) zeigte am Messestand Evo-Tech im Einsatz. Auch neu in Linz dabei waren Minebea Intec mit Wäge- und Inspektionstechnologien.

Die Maßnahme, die die Messeverantwortlichen dann setzten milderten den Ärger der Aussteller: Es wurde die Beschilderung optimiert, Messemitarbeiter standen an den Eingängen und lotsten die Besucher in den Pavillon und verteilten Bier-Gutscheine für das Café, das sich dort auch befand. Eine Beobachtung, die interessant war. Dieses Café war gut besucht, allerdings nicht von müden Schülern oder Besuchern, die eine Pause nötig hatten, sondern für (von außen betrachtet) Business. Gespräche mit Kunden, die einen Platz in ruhigerer Atmosphäre brauchten. Die Messe kommunizierte nach Ende der Messe eine Besucherzahl von rund 7.000 Besuchern und es besteht kein Zweifel, dass fast alle Aussteller auch bei der nächsten Ausgabe 2021 in Linz wieder dabei sein werden.

>> Stimmen der Aussteller, Eindrücke der Besucher und ein Ausblick auf die SMART Automation Austria in Wien hören Sie in Kürze in unserem Podcast.

Die Podcast-Serie „Technik GEHÖRT“ startet mit dem Besuch der SMART in die erste Episode. Sie wollen wissen, wann es los geht? Melden Sie sich für unseren Newsletter an oder folgen Sie uns auf LinkedIn.