Ing. Martin Grabler: Binders Weg hat ein Ziel

„Aus heutiger Sicht ist für uns keine Krise erkennbar.“ - Ing. Martin Grabler, Leiter Vertrieb binder Österreich
„Aus heutiger Sicht ist für uns keine Krise erkennbar.“ – Ing. Martin Grabler, Leiter Vertrieb binder Österreich

Alle zwei Jahre treffen sich Entscheider und Automatisierungsexperten auf der Smart Automation in Linz – so auch das Unternehmen binder. Für den Vertriebsleiter Ing. Martin Grabler ist der Branchentreff jedoch nicht das einzige entscheidende Ereignis für das laufende Jahr.

MM: Im Mai steht heuer die Smart Automation in Linz als eines der wichtigsten Ereignisse in der österreichischen Messelandschaft an. Welche Erwartungen haben Sie für binder?

Ing. Martin Grabler: Als weltweit führender Anbieter für Rundsteckverbinder ist dieses Branchentreffen der Automatisierungstechnik für uns eine unverzichtbare Plattform, um
unsere Neuheiten in diesem Segment zu präsentieren und die Markenbekanntheit weiter zu stärken. Die Messe zeichnet sich vor allem durch die hohe Qualität der Fachbesucher aus, was wir für uns nutzen wollen, um die Anforderungen des Marktes in Erfahrung zu bringen.

MM: Was unterscheidet die Smart Automation in Linz von der in Wien für Sie als Aussteller?

Grabler: Die Messeformate sind aus unserer Sicht grundlegend verschieden. Während die Smart in Linz den Kernbereich der Automatisierungstechnik abdeckt, bietet der Standort in Wien eine themenübergreifende Plattform, welche die Segmente Fertigungstechnik und industrielle Vernetzung einschließen.

MM: Welche Produkthighlights werden heuer in Linz präsentiert beziehungsweise worauf legen Sie Ihr Augenmerk bei binder?

Grabler: Aufgrund des Messeschwerpunkts präsentieren wir die Neuheiten in der Automatisierungstechnik im Bereich der neuen M12-Sonderkodierungen S-/K-/T-/L sowie als Weltneuheit den M8-Steckverbinder in 12-poliger Ausführung. Abseits der Stecker zeigen wir erstmalig aktiv unsere selbst entwickelten LED-Leuchten wahlweise aus Aluminium oder Edelstahl für raue Umgebungsbedingungen mit der IP-Schutzart IP67/IP69K. Die Produkte sind UL- und Ecolab-zertifiziert und wurden bereits mit dem red dot Award ausgezeichnet.

MM: Und was ist für binder 2019 das wichtigste Ereignis neben der Smart Automation in Linz?

Grabler: Am binder-Headquarter in Neckarsulm (Deutschland) entsteht derzeit ein hochmoderner Neubau, der in zwei Bauabschnitten stattfinden und sowohl Produktionsflächen für Kunststofffertigung und Werkzeugbau als auch Büros und
Sozialräume beinhalten wird. Zudem ist ein großer Bereich für die Neustrukturierung der Logistik vorgesehen. Nachhaltige Materialien beim Bau und die Umsetzung digitaler
Prozesse machen binder dabei ökologischer. Der Spatenstich ist bereits kurz vor Weihnachten 2018 erfolgt, der erste Bauabschnitt solle im Laufe des Jahres 2020 fertiggestellt werden. (>> weiterlesen “Binder baut”)

MM: Wie schauen Ihre Prognosen aus wirtschaftlicher Sicht für das Unternehmen heuer aus?

Grabler: Der Blick in die Zukunft ist unverändert optimistisch. Wir haben als traditionelles Familienunternehmen mittlerweile die Marke von 1.700 Mitarbeitern weltweit überschritten,
planen mit weiterem Wachstum, wollen unsere gute Position stärken und haben dafür neue Märkte im Blick.

MM: Laut einigen Prognosen soll es demnächst wirtschaftlich eher etwas gemäßigter weitergehen. Bemerken Sie davon etwas?

Grabler: Nach dem überdurchschnittlichen Wachstum in den letzten Jahren gehen wir davon aus, dass sich der Markt im Bereich der Automatisierung auf ein gesundes Wachstum einpendelt. Aus heutiger Sicht ist für uns keine Krise erkennbar. Eine hohe Fertigungstiefe, ein umfangreiches Produktportfolio sowie die Präsenz in verschiedenen Branchen lassen uns entspannt in die Zukunft schauen.

Interview aus der SMART-Sonderausgabe 4A des MM Maschinenmarkt Österreich.
>>Die ganze Ausgabe finden Sie hier als ePaper.