Die Praxis macht’s

Sick auf der Hannover Messe: Hallo 9 | Stand F18

Am Standort Waldkirch präsentiert Sick gelebte Sensorintelligenz an verschiedenen Outdoorbeispielen.
Am Standort Waldkirch präsentiert Sick gelebte Sensorintelligenz an verschiedenen Outdoorbeispielen.

Industrie 4.0 zum Anfassen – das war das Motto von Sick vor zwei Jahren in Hannover. Heute sei man laut Bernhard Müller, Senior Vice President Sick, bereits einen wesentlichen Schritt weiter in dieser Entwicklung. Inwiefern verriet er am Standort Waldkirch im Schwarzwald. Und auch die Hannover Messe 2019 wird zum Showplace.

Wir können heute bereits zeigen, dass wir Industrie 4.0 leben, denn die smarte Fabrik gibt es längst bei Sick.“ Mit diesen Worten wurde Ende Jänner am Sick-Standort im deutschen Waldkirch eine zweitägige Fachveranstaltung im Vorfeld der heurigen Hannover Messe
2019 eröffnet. Im Rahmen des Events wurde unter anderem ein Einblick in die intelligente Fabrik der Gegenwart bzw. Zukunft gewährt. Unter dem Slogan „4.0 Now“ gab es einen Rundgang durch die jüngst errichtete Sick-Fabrik in Freiburg – dort, wo jetzt schon smart gearbeitet wird.

Bernhard Müller, Senior Vice President Sick
Bernhard Müller, Senior Vice President Sick

>> NACHGEFRAGT: Was ist schon smart?

Auf der Hannover Messe steht der Auftritt der Waldkirchner unter dem Schirm dieser Fragestellung: Industrie 4.0: Nur ein Modell oder gelebte Praxis? Dass das Unternehmen hier wieder einmal „eine Nasenlänge voraus agiert“, betonte auch Bernhard Müller sichtlich stolz im Gespräch. Denn „wovon andere immer noch theoretisch reden, ist bei uns schon gelebte Realität. Und gerade der Besucher der Hannover Messe fordert selbstverständlich auch Taten nach Jahren der Theorie.“

Fabrik zum Anfassen.

Wie genau nun durch Sensorintelligenz und Datentransparenz die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette möglich wird, kann Anfang April dann also in Hannover
durch „4.0 Now“ präsentiert werden – und zwar live. Der Besucher erhält einen Einblick in die smarte Fertigung in Freiburg. Zudem gibt der Sensorexperte Einblicke, wie Waren und Güter innerhalb und außerhalb von Organisationen lokalisiert werden können, wie durch die granulare Intelligenz in Fabriken Datentransparenz im Detail erzeugt werden kann und wie Künstliche Intelligenz heute schon im industriellen Umfeld genutzt wird. Denn eines steht fest: Der Bedarf nach einer dynamischen Produktion und damit der Wechsel zwischen Losgröße 1 und Massenproduktion steigt stetig.

Der Endkunde verlangt eine schnelle, pünktliche und ordnungsgemäße Lieferung.

Diese Anforderungen treiben die intelligente Vernetzung einzelner Produktionsprozesse sowie die Integration von Warenbewegungen stetig voran und Unternehmen jeder Größe können aus neuen Technologien großen Nutzen ziehen. Das sieht auch Sick so. „Die industrielle Zukunft entsteht jetzt. On-demand ist durch intelligenten Datenaustausch schon heute möglich“, führt Müller fort.

Am Standort in Freiburg wird Industrie 4.0 bereits gelebt – auf der Hannover Messe erhalten Besucher einen ersten Einblick.
Am Standort in Freiburg wird Industrie 4.0 bereits gelebt – auf der Hannover Messe erhalten Besucher einen ersten Einblick.

„In Freiburg produzieren wir hocheffizient – und das live. Per Stream können Besucher der Hannover Messe dann mitverfolgen, wie die Automated Guided Carts vor Ort ihre Kreise ziehen, Produktionsroboter beliefern und fertige Produkte abtransportieren. Auf einem Dashboard können die Kennzahlen des 600 km weit entfernten Standortes abgerufen werden“, so Müller weiter. „Was so einfach aussieht, ist das Ergebnis konzentrierter Entwicklung und Vernetzungsarbeit. All unsere Fahrzeuge, Bauteile oder Produktionszellen sind miteinander verbunden und liefern die Daten in eine Cloud. Die Produktion ist je nach Auftragslage und Anforderungen skalierbar. Automatisierte und manuelle Arbeiten finden nebeneinander statt und bringen die Vorteile beider Varianten für die effiziente Produktion zusammen.“

Zweiter Schwerpunkt – Lokalisierung.

Lokalisierungstechnologie ist einer der Schlüssel zu einer vernetzten Produktion und Logistik im Sinne von Industrie 4.0. Mit ihr lassen sich eine Vielzahl an Optimierungspotenziale heben, indem eine agile Planung von Fertigungs- und logistischen Prozessen ermöglicht wird. Die Daten der Lokalisierung erzeugen hohe Transparenz und Verständnis aller produktiven Assets, Ladungsträger und Ladehilfsmittel. „Mit diesem Sick-Angebot liefern wir nicht nur eine Antwort auf die Frage, wie Industrie 4.0 möglich wird, wir schaffen damit eine hocheffiziente Logistik und Produktion, die den Anforderungen des dynamischen Marktes und der Kunden gewachsen ist“, heißt es weiter.

Ein Anwendungsbeispiel war ein simulierter Bahnübergang und die Sicherheitsmöglichkeiten durch Sensortechnik.
Ein Anwendungsbeispiel war ein simulierter Bahnübergang und die Sicherheitsmöglichkeiten durch Sensortechnik.

Künstliche Intelligenz.

Sick holt auch mit einer beispielhaften Anwendung von Künstlicher Intelligenz die Zukunft ins Jetzt und zeigt in Hannover, wie „wir heute schon mit KI einen Effizienzgewinn in der Industrie erzeugen können“, so der Experte. „Mit der neuen Technologie können wir bereits Herausforderungen unserer Kunden begegnen. Wie KI angewandt wird, können Standbesucher selbst erfahren. In einer spielerischen Anwendung können wir mit den Besuchern live Künstliche Intelligenz erleben.“

>>BEREIT FÜR EASY SENSOR INTEGRATION?